Formen von Vereinszusammenschlüssen

VereinszusammenschlüsseIm Hinblick auf Vereinszusammenschlüsse im weiteren Sinne kann man zwischen Vereinskooperationen, d. h. auf eine bestimmte Zeit angelegte Zusammenarbeit, und Vereinszusammenschlüsse im engeren Sinne, d. h. auf eine unbestimmte/langfristige Zeit angelegte Zusammenarbeit, unterscheiden.

Zu den Vereinskooperationen zählen Spielgemeinschaften und weitere Kooperationsformen unter Vereinen. Der Vorteil einer Spielgemeinschaft liegt darin, dass der Spielbetrieb meist ohne größeren (organisatorischen, finanziellen, rechtlichen) Aufwand fortgesetzt werden kann. Der Nachteil von Spielgemeinschaften ist darin zu sehen, dass sie nicht in allen, vor allem höheren Ligen erlaubt sind. Als weitere Kooperationsformen sind das Teilen einer Sporthalle oder eines Geschäftsführers denkbar. Hierdurch ist es möglich den Trainings- und Geschäftsbetrieb möglichst kostengünstig durchzuführen.

Unter Vereinszusammenschlüsse im engeren Sinne lassen sich die Spaltung und die Verschmelzung fassen. Hierbei kommt das Umwandlungsgesetz zum Einsatz. Mittels einer Spaltung können sich Abteilungen aus ihren Mehrspartenvereinen herauslösen und einen neuen Verein gründen oder sie gliedern sich aus und schließen sich mit einem Verein zusammen. Dieses Vorgehen bedarf allerdings der Zustimmung der Mitgliederversammlungen, darüber hinaus dürfen die Satzungen der beteiligten Vereine einer Spaltung nicht entgegenstehen. Die Verschmelzung zweier Vereine ist durch Aufnahme oder durch Neugründung möglich. Bei der Verschmelzung durch Aufnahme bleibt ein Verein bestehen, der andere Verein löst sich auf und überträgt sein Vermögen auf den bestehenden Verein. Bei der Verschmelzung durch Neugründung lösen sich die Vereine auf und übertragen ihr Vermögen auf den neugegründeten Verein. Den Verschmelzungsbeschluss fallen die Mitgliederversammlungen unabhängig voneinander in den Vereinen, dieser bedarf in der Regel einer Dreiviertel-Mehrheit. Ein vorläufiger Verschmelzungsvertrag, Jahresabschlüsse, Lageberichte etc. müssen den Mitgliedern vor ihrer Entscheidung vorliegen.

Der Aufwand, der mit einer Verschmelzung verbunden ist, kann deutlich höher eingeschätzt werden und auch die Konsequenzen für die Vereine sind gravierender als beispielsweise bei einer Vereinskooperation.

 

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