Vereinsfusionen als (Überlebens-)Strategie

Sportvereine sind zunehmend gefordert, sich strategisch auszurichten und ihre eigene Entwicklung professionell zu gestalten. Denn mit den Veränderungen der Gesellschaft verändern sich auch die Anforderungen und Herausforderungen für Sportvereine. Aktuell stellen die Demographische Entwicklung, die Abwanderung junger Menschen sowie Schwierigkeiten bei der Besetzung ehrenamtlicher Positionen zentrale Problembereiche dar, die es zu bewältigen gilt. Diese strukturell personellen Entwicklungen bleiben letztlich auch für den sportlichen Erfolg nicht folgenlos: hohe Niederlagen und Kellerduelle bis hin zum Abstieg der jahrelang schwer erkämpften Ligen sind das Ergebnis. Rückläufige Einnahmen aus öffentlichen Einrichtungen und stetig steigende Kosten verursachen zudem wiederkehrende finanzielle Engpässe bis hin zur Existenzbedrohung des Vereins.

Die Wahl eines starken Partners, die Bündelung gemeinsamer Kräfte durch die Fusion zweier Vereine scheint hier eine vermeintlich innovative und attraktive Lösungs- und Überlebensstrategie zu sein. Doch aufgrund eines starken Traditionsbewusstseins und jahrelang bestehender Rivalitäten von Vereinen stellt eine Fusion in der Regel kein leichtes Unterfangen sondern vielmehr einen komplexen und langwierigen Prozess dar.

Cindy Adolph, Doktorandin im Arbeitsbereich Sportsoziologie an der Universität Paderborn, setzt sich intensiv mit Fusionsprozessen von Sportvereinen auseinander. Dabei stehen sowohl die Bedingungen für eine gelungene Fusion als auch die Barrieren, die eine mögliche Fusion erschweren oder gar verhindern, im Zentrum ihrer Forschung. Mit ihrer Expertise ist Frau Adolph in das Leistungsangebot der Paderborner Beratungsstelle ForSport eingebunden. Hier erhalten Sportvereine, aber auch außersportliche Organisationen wie Wirtschaftsunternehmen aus der Region OWL eine kompetente Beratung, wie Fragen der Personal- und Organisationsentwicklung im Sport sowie durch Sport zukunftsorientiert und nachhaltig beantwortet werden können.

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